
Port-Angabe und Scan-ReihenfolgeZusätzlich zu all den bisher erläuterten Scan-Methoden bietet
Nmap Optionen, mit denen man angibt, welche Ports gescannt werden
und ob die Scan-Reihenfolge randomisiert oder sequentiell ist. Nmap
scannt standardmäßig für jedes Protokoll die 1000 meistbenutzten Ports.
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-p <port ranges> (scannt nur angegebene Ports)
Diese Option gibt an, welche Ports Sie scannen möchten, und
überschreibt die Voreinstellung. Einzelne Portnummern sind okay,
ebenso wie mit einem Bindestrich getrennte Bereiche (z.B.
1-1023). Anfangs- und/oder Endwerte eines
Bereichs können weggelassen werden und werden von Nmap dann mit
jeweils 1 bzw. 65535 ersetzt. So können Sie mit -p-
alle Ports von 1 bis 65535 scannen. Es ist erlaubt, den Port Null
zu scannen, wenn Sie ihn explizit angeben. Bei IP-Protokoll-Scans
(-sO) gibt diese Option die Protokollnummern an,
die Sie scannen möchten (0–255). Wenn Sie sowohl TCP- als auch UDP-Ports scannen, können Sie ein
bestimmtes Protokoll angeben, indem Sie den Portnummern ein
T: bzw. U: voranstellen.
Dieser Kennzeichner gilt so lange, bis Sie einen anderen angeben.
Zum Beispiel werden bei dem Argument
-p U:53,111,137,T:21-25,80,139,8080 die UDP-Ports
53, 111 und 137 sowie die angegebenen TCP-Ports gescannt. Beachten
Sie, dass Sie
-sU und mindestens einen TCP-Scan-Typ (z.B.
-sS, -sF oder -sT) angeben müssen,
um sowohl UDP als auch TCP zu scannen. Falls kein Protokollkennzeichner
angegeben ist, werden die Portnummern zu allen Protokolllisten
hinzugefügt.
Ports können auch mit dem Namen angegeben werden, der für diesen Port
in nmap-services definiert ist. Sie können bei diesen
Namen sogar die Joker * und ? verwenden. Um z.B. FTP und alle Ports
zu scannen, deren Namen mit “http” anfangen, benutzen Sie
-p ftp,http*. Passen Sie auf eine eventuelle Erweiterung
durch die Shell auf und setzen Sie das Argument von -p
in Anführungszeichen, wenn Sie unsicher sind. Port-Bereiche können in eckigen Klammern angegeben werden, um Ports
innerhalb dieses Bereiches anzugeben, die in
nmap-services vorkommen.
Zum Beispiel scannt Folgendes alle Ports in nmap-services
kleiner oder gleich 1024: -p [-1024].
Passen Sie auf eine eventuelle Erweiterung
durch die Shell auf und setzen Sie das Argument von -p
in Anführungszeichen, wenn Sie unsicher sind. -
-F (schneller (beschränkter Port-) Scan)
Gibt an, dass Sie weniger Ports scannen möchten, als standardmäßig
vorgesehen. Normalerweise scannt Nmap die 1000 am häufigsten vorkommenden
Ports bei jedem gescannten Protokoll. Mit -F werden diese
auf 100 beschränkt. Nmap benötigt die Datei nmap-services mit
Informationen zur Häufigkeit, um zu wissen, welche Ports am häufigsten
benutzt werden. Wenn keine Angaben über
die Port-Häufigkeit verfügbar sind, vielleicht weil eine benutzerdefinierte
nmap-services-Datei verwendet wird,
dann bedeutet -F, dass nur Ports gescannt werden,
die in der Dienstedatei mit Namen vorkommen (normalerweise scannt Nmap
alle benannten Ports plus die Ports 1–1024). -
-r (Ports nicht randomisieren)
Standardmäßig randomisiert Nmap die Reihenfolge der gescannten Ports
(bis auf einige allgemein zugängliche Ports, die aus Effizienzgründen
vorgezogen werden). Diese Randomisierung ist normalerweise erwünscht,
aber Sie können stattdessen auch -r für einen sequentiellen
Port-Scan angeben. -
--port-ratio <decimal number between 0 and 1>
Scannt alle Ports in der Datei
nmap-services mit einem größeren Bruchteil als
die Zahl, die als Argument angegeben wird. -
--top-ports <integer of 1 or greater>
Scannt die N Ports mit dem höchsten Bruchteil
in der Datei nmap-services.
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